historisches Haus

Der Hof Unterste Pöting gehört zu den stattlichsten Baudenkmälern in Sprockhövel im Ennepe-Ruhr-Kreis.

Seit 1989 ist Martin Hassel Eigentümer des Hofs, zusammen mit seiner Frau Sabine bewirtschaftet er den landwirtschaftlichen Betrieb mit dem riesigen, 500 qm großen, historischen Wohnhaus. Sie nutzen den Platz unter anderem für Gästezimmer. Viel Zeit und Geld haben sie in den Hof und das Gästehaus gesteckt. Ein ganz neues Kapitel für das traditionsreiche Haus, das auf eine über 700 Jahre alte Geschichte zurückblicken kann.

Im Jahr 1319 wurde der Hof Unterste Pöting erstmals urkundlich erwähnt, Knappe Siegbold von Brüggenei verkaufte Unterste Pöting gemeinsam mit den Höfen Scheven und Krefting an das Zisterzienserinnenkloster Gevelsberg.

Seit dem 18 Jahrhundert war die Besitzung in mindestens vier Höfe aufgeteilt. Die Besitzer wechselten. Um 1830 gehörten zum Hof um die 40 Morgen Land.

1835, etliche Besitzerwechsel später, heiratete Hoferbin Caroline Unterste Pöting den Hiddinghauser Bürgermeistersohn Wilhelm Hiby, und mit dieser Eheschließung begannen für den alten Hof aufregende Zeiten. Hiby war unternehmungslustig, geschäftstüchtig und gut verdienend, und die weite Welt hielt Einzug in dem Haus in Obersprockhövel. Wilhelm Hiby war besser bekannt als “Kuxen-Wilm”. Wegen seiner zahlreichen Anteile an Bergwerken (Kuxen) brachte er es zu großem Reichtum. Der Hof wuchs auf 60 Morgen Land. Geblieben ist von der Hiby-Zeit einiges und doch nicht viel.

1896 ließ die damalige Besitzerin Julie Hiby den Hof nach einem Brand neu aufbauen – in klassizistischem Stil mit strengen geometrischen Formen. Diesen Stil sieht man bis heute, ebenso die bergische Bauweise.

Auch dass Unterste Pöting jahrhundertelang ein Bauernhof war, ist unverkennbar. Von der Landwirtschaft allein könnte man heute jedoch nicht mehr leben, daher setzen die Hassels auch auf Gästezimmer. Besucher schlafen nun auf dem ehemaligen Kornspeicher.

Wer als Gast den Hof Unterste Pöting betritt, fühlt sich in ein anderes Jahrhundert versetzt. Und obwohl im Inneren des denkmalgeschützten Hauses nichts an die Familie Hiby erinnert – Mobiliar ist nicht erhalten – ist es Sabine und Martin Hassel gelungen, mit eigenen Stücken den historischen Charakter ihres Hauses zu bewahren. Mit viel Liebe zum Detail haben die Hassels die Räume hergerichtet und bewusst auf den alten Charme des Hauses gesetzt. Die alte Truhe im Flur, ein Nähmaschinentischchen im Frühstücksraum, das alte Fenster, das zum Regal-Spiegel umfunktioniert wurde uvm., sind ebenso echte Hingucker wie auch die Lichtschalter im renovierten Flur aus blau-weißem Porzellan. Der Aufenthaltsraum und der Frühstücksraum im Erdgeschoss sind im alten Stil gehalten.

Sehr gelungen ist der Übergang von der alten Diele zum, nach modernen Feuerschutzbestimmungen gebauten, neuen Treppenhaus. Im Erdgeschoss und im oberen Stockwerk befinden sich die modernen Gästezimmer, individuell gestaltet auf unterschiedlichen Grundrissen und mit bester Ausstattung. Die Ferienwohnung ist ebenfalls in der oberen Etage. Speziell für die Zimmer gemalten Bilder und Wandgestaltungen erfreuen die Besucher und laden zu Entdeckungen ein. Die geräumigen Zimmer haben wundervolle Ausblicke auf die ruhige Landschaft Sprockhövels. Felder, Wege und Wälder bieten Möglichkeiten zu ausgedehnten Spaziergängen in die reizvolle Umgebung. Ruhig, aber verkehrsgünstig gelegen, sind unsere Besucher schnell in den Städten des Ennepe-Ruhr-Kreises und Wuppertal oder Bochum.

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